Vom Fahrverbot im Härtefall absehen: Wann kommt es dazu?

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Fahrverbot: Wann wird es verhängt?

Kann das Fahrverbot im Härtefall aufgehoben werden?

Kann das Fahrverbot im Härtefall aufgehoben werden?

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von mehr als 31 km/h führt laut Bußgeldkatalog zur Verhängung eines Fahrverbots. Einen Monat lang muss dann auf das Führen von Kraftfahrzeugen verzichtet werden. Dies kann besonders zum Problem werden, wenn Sie auf Ihren Führerschein angewiesen sind.

Berufskraftfahrer und Vertreter benötigen Ihre Fahrerlaubnis, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Fahrverbot kann in diesem Fall dazu führen, dass der Job in Gefahr ist. Aber auch Mütter, die Ihre Kinder täglich mit dem Auto in die Kita oder Schule bringen, können nur schlecht auf den Führerschein verzichten.

Unter besonderen Umständen kann es daher möglich sein, dass vom Fahrverbot im Härtefall abgesehen wird. Wann der Richter sich dazu entscheidet, welche Strafe stattdessen auf Sie zukommen kann und weitere Informationen erhalten Sie im folgenden Ratgeber.

Wann kann von einem Fahrverbot im Härtefall abgesehen werden?

Unter besonderen Umständen kann von einem Fahrverbot im Härtefall abgesehen werden. So kann auch ein Regelfahrverbot, welches laut Bußgeldkatalog verordnet werden müsste, in Einzelfällen umgewandelt werden. Aber welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um einen Härtefall des Fahrverbots zu begründen?

Unter folgenden Umständen können Richter von einem Fahrverbot im Härtefall absehen:

  • Gefährdung der Existenz eines Selbstständigen
  • Drohender Arbeitsplatzverlust eines angestellten Arbeitnehmers
  • Besondere persönliche Umstände des Betroffenen
  • Besondere Umstände des Einzelfalls, die bei der Tatbegehung aufgefallen sind
  • Einmaliger Verstoß, der aufgrund eines Augenblicksversagens stattgefunden hat
Wenn bei Ihnen beispielsweise einer der oben genannten Umstände vorliegt, ist es besonders wichtig, dass Sie dem Bußgeldrichter glaubhaft machen können, dass vom Fahrverbot im besonderen Härtefall abgesehen werden sollte. Ist Ihr Job also in akuter Gefahr, kann dies durchaus einen Härtefall beim Fahrverbot begründen.

Dabei reicht es nicht, wenn Sie andeuten, dass Sie Schwierigkeiten im Job bekommen werden. Sie müssen glaubhaft darlegen, dass Sie Ihrem Job aufgrund des Fahrverbots nicht nachgehen können, sollten Sie nur auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi angewiesen sein. Die Entscheidung liegt im Ermessen des Richters.

Härtefall: Geldstrafe statt Fahrverbot?

Im Härtefall kann ein Fahrverbot in ein Bußgeld umgewandelt werden.

Im Härtefall kann ein Fahrverbot in ein Bußgeld umgewandelt werden.

Sieht der Richter vom Fahrverbot im Härtefall ab, kann dieses in ein höheres Bußgeld umgewandelt werden. Dies ist allerdings nur in besonderen Einzelfällen möglich.

Zudem sollte es sich beim Verstoß im Straßenverkehr um kein schwerwiegendes Delikt handeln.

In der Regel wird einem Härtefall beim Fahrverbot nur zugestimmt, wenn das Verbot nicht mehr als ein Monat beträgt.

Des Weiteren sollte der Betroffene als Ersttäter einzustufen sein. Dies ist der Fall, wenn der Betroffene innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren keinen anderen Verstoß begangen hat, der ein Fahrverbot als Folge hatte.

Sind Sie Wiederholungstäter, kann ein Fahrverbot meistens nicht verhindert werden.

Wollen Sie gegen das Fahrverbot im Härtefall vorgehen, müssen Sie fristgerecht Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen. Dieser muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Schreibens bei der zuständigen Bußgeldstelle eintreffen.

Wenn Sie darauf hoffen, das Fahrverbot im Härtefall abzuwenden, sollten Sie zudem einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht kontaktieren. Dieser kann Ihnen bei der Begründung helfen und Ihnen zusätzlich vor Gericht beistehen. Die Chancen, einen Härtefall beim Fahrverbot zu erwirken, sind mit einem Anwalt deutlich höher.
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