Hauptuntersuchung – Bußgeldkatalog 2017

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Bußgeldkatalog: Hauptuntersuchung

Tatbestand BußgeldPunkte
Frist zur Hauptuntersuchung überschritten
... um 2 - 4 Monate15 Euro-
... um 4 - 8 Monate25 Euro-
... um mehr als 8 Monate60 Euro1
Frist zur Sicherheitsprüfung überschritten (gilt nur für Fahrzeuge, bei denen eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist)
... um bis zu 2 Monate15 Euro-
... um 2 - 4 Monate25 Euro-
... um 4 bis 8 Monate60 Euro1
... um mehr als 8 Monate75 Euro1

Kfz-Hauptuntersuchung überziehen – Welche Bußgelder drohen?

Zu den Pflichten eines jeden Autofahrers gehört die korrekte Wartung seiner Fahrzeuge. Neben der sofortigen Reparatur der Fahrzeuge bei auftretenden Schäden ist auch der regelmäßige Besuch der Kfz-Hauptuntersuchung verpflichtend. Die TÜV überziehen kann nicht nur Bußgelder nach sich ziehen, sondern erhöht auch das Risiko, im ungeprüften Auto einen Unfall zu erleiden. Doch wie oft müssen Fahrzeughalter zur Hauptuntersuchung und zur Abgasuntersuchung? Was wird bei einer TÜV-Hauptuntersuchung überprüft? Und was passiert eigentlich, wenn mein Auto die HU-Untersuchung nicht besteht? Diese und weitere Fragen möchten wir Ihnen im folgenden beantworten.

Termin für Kfz-Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung

Die TÜV-Plakette wird nach der Prüfung ausgestellt

Die TÜV-Plakette wird nach der Prüfung ausgestellt

Bereits seit 1951 gibt es Vorschriften, die das regelmäßige Vorstellen der Fahrzeuge bei einer TÜV-Hauptuntersuchung als Pflicht für Autofahrer festlegen und das TÜV überziehen als Ordnungswidrigkeit klassifizieren. Die Hauptuntersuchung wird seit dem von staatlich zertifizierten Werkstätten vorgenommen. Die Prüfplaketten gibt es allerdings erst seit 1960. Umgangssprachlich ist oft von „dem TÜV“ die Rede, wenn eine Hauptuntersuchung gemeint ist. Tatsächlich darf aber jede zugelassene Werkstatt diese vornehmen! Der Zweck der TÜV-HU ist die Vermeidung von Unfällen aufgrund des Verschleißes von Fahrzeugen.

Verordnungen aus dem Verkehrsrecht

Damit die TÜV-Untersuchung immer einheitlich verläuft, muss sie nach einer gesetzlichen Verordnung stattfinden: Die „Richtlinie über die Durchführung der Hauptuntersuchungen und die Beurteilung der dabei festgestellten Mängel an Fahrzeugen“ soll sicher stellen, dass jedes bei einer Hauptuntersuchung vorgestellte Fahrzeug die selbe Prüfung erfährt. Übrigens sind auch die Kosten für die Hauptuntersuchung gesetzlich festgelegt: in der „Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr“.

Abgasuntersuchung ist ein Teil der Kfz-Hauptuntersuchung

Die Termine für die TÜV-Hauptuntersuchung und die Abgasuntersuchung finden in regelmäßigen Intervallen statt. Auf der Prüfplakette, die auf dem Kennzeichen der Fahrzeuge angebracht wird, ist Monat und Jahr für die nächste Hauptuntersuchung angegeben.

Seit 2010 ist die Abgasuntersuchung in die TÜV-Hauptuntersuchung integriert. Das bedeutet, dass normalerweise ein einzelner Termin für die TÜV-Hauptuntersuchung ausreicht. Fahrzeughalter  erhalten desweiteren keine extra TÜV-Plaketten für die Abgasuntersuchung mehr; es genügt nun die TÜV-Plakette.

TÜV überziehen – Bußgelder drohen

Bei der TÜV-Hauptuntersuchung

Bei der TÜV-Hauptuntersuchung

Die Bußgelder in Zusammenhang mit der Kfz-Hauptuntersuchung beziehen sich auf die Fristen, die überzogen wurden. Mit unserem Bußgeldrechner können Sie ausrechnen, welche Strafen drohen, wenn der Termin für den TÜV überzogen wurde.

Der Bußgeldrechner zeigt Ihnen auch an, wie viele Punkte in Flensburg bei der Fristversäumnis der Auto-Hauptuntersuchung drohen. Zwar wird es aufgrund einer versäumten TÜV-Hauptuntersuchung nicht zu einem Fahrverbot kommen, aber wenn eine ungültige TÜV-Plakette z.B. auf abgefahrene Reifen trifft, kann es schnell sehr teuer werden. In der Werkstatt wird man bei einer Überschreitung der Frist für Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung übrigens keinen Bußgeldbescheid erhalten, aber die Kosten für den TÜV können in diesem Fall steigen.

Hauptuntersuchung Fristen

In folgenden Abständen müssen die Halter von Fahrzeugen laut Verkehrsrecht zum TÜV:

  • Hauptuntersuchung Auto: 36 Monate nach der Erstzulassung. Danach alle 24 Monate.
  • LKW mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu bis zu 3,5 t: alle 24 Monate
  • LKW mit einer zulässigen Gesamtmasse von über zu 3,5 t: alle 12 Monate
  • Taxis: alle 12 Monate
  • Mietwagen: alle 12 Monate
  • Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu bis zu 3,5 t: alle 24 Monate
  • Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu bis zu 3,5 t: alle 12 Monate
  • Busse: alle 12 Monate

Eine abgelaufene TÜV-Plakette ist oft nicht das einzige Vergehen laut Bußgeldkatalog. Die TÜV-Hauptuntersuchung bietet einem Fahrzeughalter die Möglichkeit, Mängel, die laut Bußgeldtabelle Sanktionen nach sich ziehen, rechtzeitig am eigenen Auto feststellen und beheben zu lassen. Dann drohen kein Bußgeld mehr und zudem bleibt die Verkehrssicherheit gewährleistet! Übrigens können die Bußgelder für die Versäumnis der TÜV-Hauptuntersuchung verdoppelt werden, wenn die Behörden Vorsatz vermuten – dann also, wenn jemand beispielsweise den Termin zur nächsten Hauptuntersuchung ausgelassen hat, da er sich ohnehin bald ein neues Auto kaufen wird.

Da eine Hauptuntersuchung in der Regel nur eine halbe Stunde pro Fahrzeug dauert, ist fehlende Zeit ebenfalls kein Argument für die Versäumnis der TÜV-Hauptuntersuchung. Bei der Hauptuntersuchung müssen übrigens meistens keine Demontage-Arbeiten am Auto vorgenommen werden.

Was soll bei der Hauptuntersuchung („TÜV“) geprüft werden?

Die HU-Prüfplaketten

Die HU-Prüfplaketten

Doch wie läuft eigentlich eine Kfz-Hauptuntersuchung ab und welche Bestandteile des Autos werden geprüft? Neben der Funktionstüchtigkeit des Autos, von dem in hohem Maße die Verkehrssicherheit abhängt, wird auch die Umweltverträglichkeit überprüft, also die Abgase, die das Fahrzeug emittiert. Deswegen wird bei der Abgasuntersuchung die Auspuffanlage ausführlich geprüft. Hierfür stehen technische Geräte zur Verfügung. Bei der TÜV für das Auto begutachten die zuständigen Mechaniker desweiteren vor allem die Bremsen, Leuchten, die Reifen, die Signaleinrichtungen, aber auch die Karosserie, die Lenkung, oder die elektronischen Sicherheitssysteme. Die Mechaniker können auch bei einer Testfahrt die Funktionen des Autos überprüfen. Nach einer gewissenhaften Überprüfung aller relevanten Teile erhalten die Halter die gewünschte TÜV-Plakette. Die meisten Autos bestehen sofort, ohne dass sie nocheinmal zu einer Nachuntersuchung müssen.

Zur TÜV-Hauptuntersuchung müssen Halter auch die Betriebserlaubnis ihres Fahrzeugs und sämtliche Änderungsabnahmebestätigungen mitbringen, denn dort sind sämtliche Veränderungen am Auto dokumentiert (z.B. Tuningmaßnahmen). Die Zulassungsbescheinigung erlischt, wenn meldepflichtige Änderungen nicht in der Betriebserlaubnis vermerkt wurden, und zieht Bußgelder und Punkte nach nach. Bringen Sie zur PKW-Hauptuntersuchung außerdem die Zulassungsbescheinigung Teil 1 und den Fahrzeugschein mit.

Untersuchungsbericht bis zur nächsten HU aufbewahren

Nach der bestandenen Kfz-Hauptuntersuchung erhalten Fahrzeughalter eine TÜV-Plakette, sowie einen Stempel in den Fahrzeugschein. Auch einen Untersuchungsbericht erhält der Halter. Diesen müssen die Halter aufheben, da er beispielsweise noch benötigt wird, wenn das Auto an- oder abgemeldet wird. Auch wenn es zu einer Nachuntersuchung kommt, bietet der Untersuchungsbericht dem Autohalter sowie den für die Reparatur verantwortlichen Mechaniker eine wertvolle Orientierungshilfe. Sie gilt als „Hauptuntersuchungs-Checkliste“.

TÜV Nachuntersuchung

Für den Fall, dass ein Fahrzeug die TÜV-Hauptuntersuchung nicht besteht, wird dem Halter die Möglichkeit gegeben, zu einer Nachuntersuchung zu kommen. Diese findet in einer Frist innerhalb eines Monats nach dem ersten Termin statt. Der Halter erhält die Auflage, die festgestellten Schäden gemäß des Untersuchungsgutachtens zu beheben.

Erst bei der Nachuntersuchung – die nochmals Kosten nach sich zieht – bekommt das Auto dann die vollständige TÜV-Plakette. Wird ein Auto innerhalb der Frist mit einer vorläufigen Plakette erwischt, gibt es jedoch kein Bußgeld. Die TÜV-Plakette verfällt jedoch, wenn die erneute Vorführung des Autos nicht innerhalb der Frist stattfand. Dann muss der Autohalter erneut zur Hauptuntersuchung. Erfüllt der Fahrer diese Pflicht nicht, fallen wieder Bußgelder für die Versäumnis der HU an – Stichtag ist dabei der erste Tag nach der Monatsfrist für die Nachuntersuchung, dann gilt der TÜV erneut als abgelaufen.

Die HU können Sie in sämtlichen zertifizierten Werkstätten machen. Im Ausland ist der erfolgreiche Abschluss der Auto-Hauptuntersuchung jedoch nicht möglich! Die Werkstätten dort sind nicht zertifiziert.

Hauptuntersuchung Motorrad

Auch Motorradfahrer müssen eine Hauptuntersuchung/Abgasuntersuchung besuchen. Die Motorrad-TÜV findet alle 24 Monate statt und kann in der Regel innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden. Auch Motorradfahrer bekommen eine Prüfplakette, auf der die nächste Hauptuntersuchung vermerkt ist. Die TÜV überziehen kann auch Motorradfahrern teuer zu stehen kommen, denn auch sie können einen Bußgeldbescheid erhalten, wenn ihr TÜV abgelaufen ist. Gerade auch die Hauptuntersuchung LKW und Bus erfordert besonderer Sorgfalt, schließlich müssen diese Fahrzeuge besondere Qualitätsanforderungen erfüllen.

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