Bei der MPU durchgefallen? Was nun zu tun ist

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Negatives MPU-Gutachten ist kein Weltuntergang

Ihre MPU-Bewertung ist negativ? Was Sie nun tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Ihre MPU-Bewertung ist negativ? Was Sie nun tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Es gibt viele Gründe, warum eine medizinisch-psychologische Untersuchung besucht werden muss. Alkohol- und Drogenfahrten sowie acht Punkte in Flensburg können dazu führen, dass diese nötig ist, um die Fahrerlaubnis zurückzubekommen. Aber wie verhält sich dies, wenn Sie eine negative MPU-Bewertung bekommen?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass es kein Weltuntergang ist, wenn Sie bei der MPU durchgefallen sind. Sie müssen das MPU-Gutachten, welches negativ ist, allerdings nicht bei der Führerscheinstelle abgeben. Auch wenn die Behörde Sie dazu auffordert, sind Sie nicht dazu verpflichtet.

Aber wie genau verhalten Sie sich, wenn Sie bei der MPU durchgefallen sind? Können Sie die MPU einfach wiederholen? Bekommen Sie trotzdem den Führerschein zurück, auch ohne MPU bzw. positives Gutachten? Mehr zum Thema erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wie hoch ist die Durchfallquote bei der MPU?

Unter Betroffenen hält sich das Gerücht, dass die meisten Teilnehmer die MPU nicht bestehen. Dem ist allerdings nicht so. Die Bundesanstalt für Straßenwesen veröffentlicht jährlich eine Statistik zur MPU-Durchfallquote. Dementsprechend sind 2015 nur 34,7 Prozent der Teilnehmer bei der MPU durchgefallen.

Das ist circa ein Drittel der Betroffenen. 58,9 Prozent der Teilnehmer gehen allerdings mit einem positiven MPU-Ergebnis nach Hause. Zudem wurden 6,4 % der Teilnehmer als nachschulungsfähig eingestuft. Sie dürfen eine MPU-Nachschulung besuchen, die es ihnen erneut ermöglicht, eine positive MPU zu erlangen.

MPU nicht bestanden: Was nun?

Wenn Sie bei der MPU durchgefallen sind, hängt das weitere Vorgehen davon ab, ob Sie als nachschulungsfähig eingestuft worden sind oder nicht.

Sie sind bei der MPU durchgefallen? So gibt's den Führerschein trotzdem zurück!

Sie sind bei der MPU durchgefallen? So gibt’s den Führerschein trotzdem zurück!

Werden Sie als nachschulungsfähig eingestuft, können Sie einen Nachschulungskurs nach § 70 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) besuchen. Innerhalb dieses Kurses wird in mehreren Gruppensitzungen eine Veränderung Ihrer Probleme angestrebt.

Sind Sie bei der MPU durchgefallen und dürfen nicht an einer Nachschulung teilnehmen, ist dies ärgerlich, aber nicht das Ende der Welt. Lesen Sie im negativen Gutachten durch, weshalb Sie die Untersuchung nicht bestanden haben. An diesen Punkten können Sie intensiv arbeiten und die MPU wiederholen.

Übrigens: Wenn Sie den MPU-Reaktionstest nicht bestanden haben, müssen Sie die MPU nicht vollständig wiederholen, wenn sowohl die psychologische als auch die ärztliche Untersuchung gut verliefen. Eine Fahrverhaltensbeobachtung kann Ihre Fahreignung ebenfalls beweisen.

Wollen Sie die Untersuchung nicht wiederholen, können Sie den Führerschein trotz negativer MPU zurückbekommen. Dazu müssen Sie ausschließlich auf die Verjährung der MPU-Anordnung warten. 15 Jahre nach dem Fahrerlaubnisentzug können Sie den Führerschein erneut beantragen, ohne eine MPU machen zu müssen.

Bei der MPU durchgefallen: Wann kann ich wiederholen?

Sie haben die MPU nicht bestanden? Eine Wartezeit, die regelt, wann Sie eine neue MPU besuchen dürfen, gibt es nicht. Es ist allerdings ratsam, dass Sie die Untersuchung erst wiederholen, wenn Sie die Empfehlungen auf dem negativen Gutachten berücksichtigt haben.

Machen Sie sich also keine Gedanken bezüglich der Wiederholung, wenn Sie bei der MPU durchgefallen sind. Eine Sperrzeit gibt es nämlich nicht. Bedenken Sie allerdings, dass erneut erhebliche Kosten auf Sie zukommen. Denn für den zweiten Besuche einer MPU gibt es keinen Rabatt.
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