MPU-Verjährung – Wann gibt es die Fahrerlaubnis zurück?

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Mit Geduld die Fahrerlaubnis ohne MPU zurück

Die Verjährung der MPU bzw. die Tilgungsfrist für den Entzug der Fahrerlaubnis tritt nach 10 bis 15 Jahren ein.

Die Verjährung der MPU bzw. die Tilgungsfrist für den Entzug der Fahrerlaubnis tritt nach 10 bis 15 Jahren ein.

Der Fahrerlaubnisentzug wegen Drogen oder Alkohol am Steuer ist ärgerlich. Meistens muss monatelang auf den Führerschein und das Fahren eines Kfz verzichtet werden. Anschließend ist es nicht möglich, die Fahrerlaubnis „einfach so“ zurückzubekommen.

Oftmals werden Abstinenznachweise, Drogenscreenings und ein positives MPU-Gutachten dazu gefordert.

All dies ist nicht nur mit hohen Kosten sondern auch mit einem großen Zeitaufwand in Deutschland verbunden.

Viele versuchen daher die MPU im Ausland zu machen oder erwerben ein positives Gutachten im Internet. Ersteres ist selten von Erfolg gekrönt, da die Fahrerlaubnisbehörde das ausländische Gutachten in der Regel nicht anerkennt. Zweiteres ist sogar strafbar (Urkundenfälschung nach § 267 StGB).

Benötigen Sie den Führerschein nicht unbedingt schnellstmöglich zurück, ist es allerdings durchaus möglich die medizinisch-psychologische Untersuchung zu umgehen. Dazu müssen Sie sich allerdings in Geduld üben. Die Verjährungsfrist der MPU sorgt dafür, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis ohne MPU wiederbekommen. Aber wie lange müssen Sie darauf warten, dass bei der MPU die Verjährung eintritt? Mehr dazu finden Sie in diesem Ratgeber.

Wann beginnt für die MPU die Verjährung?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird häufig von der „Verjährung der MPU“ gesprochen. Diese gibt es allerdings nicht. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Tilgungsfrist, nach dessen Ablauf die Anordnung der MPU nicht mehr möglich ist. Nach der Tilgungsfrist werden die Eintragungen im Fahreignungregister gelöscht.

Die Tilgungsfrist beim Entzug der Fahrerlaubnis beträgt nach § 29 Absatz 1 Nummer 3 Straßenverkehrsgesetz (StVG) zehn Jahre. Die zehnjährige Frist beginnt allerdings mit der Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Da Sie diese aber nicht beantragt haben, weil Sie auf die MPU verzichten wollten oder den Führerschein nicht benötigten, beginnt die Tilgungsfrist erst fünf Jahre nach dem Fahrerlaubnisentzug.

Aber wann verjährt eine MPU nun? Spätestens 15 Jahre nach der Entziehung des Führerscheins kann keine MPU – zwecks Verjährung – mehr angefordert werden. Sie müssen sich dementsprechend nicht mehr den MPU-Fragen des Verkehrspsychologen und der Untersuchung eines Arztes stellen. Obwohl von der Fahrerlaubnisbehörde eine MPU angeordnet wurde, verjährt bzw. verfällt die Anordnung nach Ablauf der Tilgungsfrist.

MPU anderweitig umgehen – Ist das möglich?

Ist die MPU verjährt, müssen Sie an der psychologischen und ärztlichen Untersuchung nicht mehr teilnehmen.

Ist die MPU verjährt, müssen Sie an der psychologischen und ärztlichen Untersuchung nicht mehr teilnehmen.

Viele Betroffene haben keine Zeit, bei der MPU die Verjährung abzuwarten, um den „Lappen“ zum Führen von Kraftfahrzeugen zurückzubekommen.

Deshalb stellen sich viele die Frage, ob es möglich ist, die MPU irgendwie zu umgehen. Eine Möglichkeit ist es, den EU-Führerschein im Ausland neu zu beantragen.

Dazu müssen Sie die Sperrfrist abwarten und mindestens sechs Monate im jeweiligen Ausland gemeldet sein.

Dementsprechend müssen Sie bei der MPU die Verjährung nicht abwarten, um Ihren Führerschein auch ohne MPU zurück zu bekommen. Ein Wochenendausflug nach Tschechien oder Polen reicht dazu allerdings nicht aus.

Es ist allerdings davon abzuraten, ein positives MPU-Gutachten im Internet zu kaufen. Sie machen sich dabei der Urkundenfälschung nach § 267 StGB strafbar. Demnach droht ein Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren. Auch eine MPU im Ausland kann bedenklich sein, da diese von der deutschen Fahrerlaubnisbehörde nicht akzeptiert wird.
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