Reifen – Bußgeldrechner 2017

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Bußgeldkatalog: Reifen

TatbestandBußgeld in EuroPunkte in Flensburg
Fahren eines Pkws ohne MS-Winterreifen bei Schnee und Glätte601
... mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer801
... mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer1001
... mit Unfallfolge1201
Fahren eines Fahrzeugs mit mangelnder Bereifung (erhebliche Beeinträchtigung der Sicherheit)90
Fahren eines Pkws mit unzureichenden Profilrillen und Profiltiefen sowie mit unzureichenden Einschnitten und Einschnitttiefen601
... mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer751
... mit Unfallfolge901

Welche Reifen darf ich fahren?

Der Zustand der Reifen ist ausschlaggebend für die Sicherheit beim Fahren. Neben den regelmäßigen Hauptuntersuchungen sollte der Fahrzeugführer auch selbst prüfen, ob die Reifen in einem ordnungsgemäßen Zustand sind.

Reifen

Abgefahrene Reifen sollten Sie schnellstmöglich wechseln.


Dabei spielt nicht nur die allgemeine Beschaffenheit eine Rolle. Faktoren wie die Profiltiefe und die Anpassung an die herrschenden Witterungsverhältnisse sind von großer Relevanz.

Reifen – Geschwindigkeitsindex

Der Index gibt die Reifen-Höchstgeschwindigkeit an. Dies sollte vom Hersteller ausreichend geprüft sein. Er garantiert mit diesem Geschwindigkeitsindex einen einwandfreien Betrieb bei optimalem Reifendruck.

Der Geschwindigkeitsindex von Reifen steht in Abhängigkeit zum sogenannten Tragfähigkeitsindex (auch Lastindex der Reifen). Er beschreibt die maximale Traglast jedes einzelnen Autoreifens.

Mindestprofiltiefe bei PKW-Reifen

Laut StVO gilt sowohl für PKWs als auch für LKWs eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter. Der gesamte Reifen sollte die Mindestprofiltiefe aufweisen. Ist der Reifen nur einseitig abgefahren, muss ein Reifenwechsel vorgenommen werden.

Eine ungeeignete Profiltiefe führt unter Umständen zu einem verkürzten Bremsweg und zu Aquaplaning. Deshalb sollte jeder Fahrzeugführer regelmäßig die Profiltiefe seiner Autoreifen messen.
Dabei gibt es verschiedene Methode, dies selbst zu überprüfen:

  • Eine Zwei-Euro-Münze, deren Rand vier Millimeter misst, stecken Sie in das Profil des Reifens. Wenn der Rand bereits deutlich erkennbar ist, müssen Sie den Reifen wechseln.
  • Eine etwas genauere Methode ist der Profilmesser. Auch diesen stecken Sie in das Reifenprofil und lesen den Wert an der Seite ab.

In beiden Fällen sollten Sie neben der Reifenmitte auch den Rand messen. Denn ist dieser deutlich abgefahrener als die Mitte, besteht Handlungsbedarf, d.h.: unbedingt die Reifen entsorgen!

Unregelmäßig abgefahrene Reifen kommen oft durch einen falschen Reifendruck zustande. Winterreifen sollten beispielsweise immer mit etwas mehr Druck bedacht werden als Sommerreifen. Außerdem führen auch zu schnelle Kurvenfahrten zur unregelmäßigen Beanspruchung der Reifen.

Reifen wechseln

Bei einer Mindestprofiltiefe von unter 1,6 Millimetern müssen die Reifen gewechselt werden.


Mit einem digitalen Messschieber erfolgt die Messung in den Werkstätten. Falls der Wert die 1,6 Millimeter unterschreitet, können die Mechaniker gleich vor Ort die neuen Reifen aufziehen und die alten Autoreifen entsorgen.

Beim Verstoß gegen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe steht ein Bußgeld von 60 Euro zu Buche. Zudem erhält der Fahrzeughalter einen Punkt in Flensburg. Deshalb lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle sowie ein rechtzeitiger Wechsel der Autoreifen.

Das Gesetz schreibt eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vor.

Fachleute empfehlen:

  • eine Profiltiefe von 4 Millimetern bei Winterreifen
  • und 3 Millimeter bei Sommerreifen.

„Haltbarkeit“ von Autoreifen

Reifen bestehen aus Naturkautschuk und werden unter verschiedenen äußeren Einflüssen wie Hitze, UV-Licht oder Feuchtigkeit im Laufe der Zeit spröde, selbst ohne die Beanspruchung durchs Fahren.

Risse im Gummimaterial sind ein Indiz dafür, dass Sie die Reifen wechseln lassen sollten. Beulen weisen eher auf die Beschädigung der inneren Reifenstruktur hin. Des Weiteren sind in der Zwischenzeit auch längst neue Modelle entwickelt worden.

Als Faustregel gilt hier: Nach etwa vier Jahren sollten Sie die Reifen neu aufziehen, spätestens aber nach sechs bis acht Jahren, auch wenn Sie wenig gefahren sein sollten.

Das Alter der Reifen können Sie der DOT-Nummer (Department of Transportation) entnehmen. Sie befindet sich auf der Reifenflanke und beschreibt das Herstellungsdatum. Gerade in Fällen der geringeren Benutzung gibt sie eine gute Orientierungshilfe für den Fahrzeughalter. Die Ziffer besteht aus der Woche und dem Jahr der Reifenproduktion (insgesamt eine vierstellige Nummer).

Reifendruck

Reifendruck messen

Ein optimaler Reifendruck hilft beim Benzinsparen.

Ein optimaler Reifendruck sorgt für eine längere Lebenszeit des Autoreifens und trägt zu einer Kraftstoffeinsparung bei. Die Hersteller verweisen auf den richtigen Reifendruck ihrer Modelle.

Ein etwas höherer Reifendruck von bis zu 0,6 bar ist bei Fahrten auf der Autobahn sowie bei starker Zuladung von Vorteil. Auch bei längeren Kälteperioden lohnt ein erhöhter Reifendruck von 0,2 bis 0,3 bar, um einen optimalen Halt auf der Straße zu gewährleisten.

Sommer- und Winterreifen

Generell steht ein Reifenwechsel bei Schäden, Abnutzung oder der Überalterung der Autoreifen an. Doch auch mit dem Wechsel der Jahreszeiten müssen die Reifen gewechselt werden. Aber warum muss ich von Sommer- auf Winterreifen wechseln? Und was ist der Unterschied zwischen diesen Saisonreifen?

Winter- und Sommerreifen unterscheiden sich in ihrer Gummimischung. Das Material der Winterreifen ist etwas weicher und wird durch die extremeren äußeren Einflüsse stärker beansprucht. Die Gummimischung ist jeweils auf die Witterungsverhältnisse abgestimmt: Sommerreifen für wärmere Temperaturen und Winterreifen für Schnee sowie Glätte.

Die Besonderheiten von Sommerreifen

Die Beschaffenheit von Sommerreifen ist den höheren Temperaturen angepasst. Vor allem bei trockenen Straßenverhältnissen bremsen sie anstandslos.

Hier gilt die Faustregel, dass Sommerreifen von Ostern bis Oktober gefahren werden können.
Winterreifen

Winterreifen sind bei Schnee und Glätte Pflicht.

Was müssen Sie bei Winterreifen beachten?

Die Winterreifenpflicht besteht in Deutschland erst seit Dezember 2010. Zuvor galt seit 2005 eine Vorschrift, die Fahrzeuge zu einer wintertauglichen Bereifung verpflichtete.

Die Straßenverkehrsordnung gibt jedoch keinen genauen Zeitraum für die Benutzung der Reifen an, da die Wetterverhältnisse relativ unvorhersehbar sind.

Experten empfehlen: Winterreifen ungefähr von Allerheiligen (Anfang November) bis Ostern fahren.

Laut Straßenverordnung (StVO) ist zudem die Bezeichnung M+S auf Winterreifen Pflicht (Matsch und Schnee). Doch Vorsicht: Die Bezeichnung M+S-Reifen ist nicht geschützt und kann von den Herstellern auch für andere Reifentypen verwendet werden.

Kann ich Winterreifen auch im Sommer fahren?
Dies ist durchaus möglich aber mit den folgenden Einschränkungen:

  1. Die Lebensdauer der Winterreifen verringert sich.
  2. Aufgrund der weicheren Gummimischung fährt sich das Profil der Reifen schneller ab.
  3. Zudem verlängert sich der Bremsweg der Reifen auf der trockenen Fahrbahn.
  4. Schließlich erhöht sich der Benzinverbrauch.

Lohnen sich Ganzjahres- und Allwetterreifen?

Wie die Bezeichnung bereits verrät sind diese Reifen das gesamte Jahr zulässig. Sie sind quasi Allrounder und ein Kompromiss zwischen den Sommer- bzw. Winterreifen. Ganzjahresreifen vereinen die zwei Rillenanordnungen der Saisonreifen.

Bei sehr warmen oder sehr kalten Temperaturen büßen sie jedoch an ihrer Leistungsfähigkeit ein. Außerdem sind die Ganzjahresreifen im direkten Vergleich mit den Sommer- oder Winterreifen oft im Nachteil bezüglich des Benzinverbrauchs oder des Abriebverhaltens an den Reifen-Felgen.

Was ist eine Mischbereifung

Ob bewusst oder unbewusst fahren viele mit einer sogenannten Mischbereifung. Denn ein ganzer Satz neuer Reifen kann schon mal teuer werden.Deshalb greifen einige Fahrzeugbesitzer auf diese Möglichkeit zurück.
Folgende Kombinationen von Reifen sind laut StVO zulässig:

  • Reifen mit unterschiedlichen Modellbezeichnungen oder solche von verschiedenen Herstellern
  • Die Kombination von Sommer- und Winterreifen
  • Reifen mit deutlich unterschiedlichen Profiltiefen
{ 0 Kommentare… add one }

Neuen Kommentar verfassen