Aktueller Bußgeldkatalog in Deutschland 2017: Bußgeld und Fahrverbot

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Bußgeldrechner für Ordnungswidrigkeiten von Pkw und Lkw

Was steht im aktuellen Bußgeldkatalog?

Bußgeldkatalog: Punkte in Flensburg sind nicht Bestandteil des Strafenkatalogs.

Bußgeldkatalog: Punkte in Flensburg sind nicht Bestandteil des Strafenkatalogs.

Grundsätzlich muss sich jeder Verkehrsteilnehmer an die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) halten. Andernfalls können Bußgelder oder ein Fahrverbot gemäß Bußgeldkatalog (Bkat) drohen. Der Bkat dient als Strafenkatalog im allgemeinen deutschen Verkehrsrecht. Eine Verkehrsordnungswidrigkeit soll anhand des Bußgeldkatalogs sanktioniert werden.

Zudem soll der Punktekatalog in Flensburg dazu dienen, dass ein verkehrswidriges Verhalten bestraft wird. Aber worin liegt der Unterschied zwischen dem Punktesystem und dem Bußgeldkatalog? Wann drohen welche Sanktionen nach der Bußgeldtabelle? Mehr zum Bußgeldkatalog erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wie ist der Bußgeldkatalog untergliedert?

Die ursprüngliche Fassung vom Bußgeldkatalog trat am 13. November 2001 in Kraft. Der Strafkatalog dient der Einteilung einer Verwarnung sowie der Regelsätze für Geldbußen und der Anordnung eines Fahrverbots wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr. Vor diesem Zeitpunkt galten in den einzelnen Bundesländern separate Verordnungen zu Sanktionen bei Verstößen.

Bußgeldkatalog: Wie viele Punkte drohen bei einer Ordnungswidrigkeit?

Bußgeldkatalog: Wie viele Punkte drohen bei einer Ordnungswidrigkeit?

Der Bußgeldkatalog gilt für alle Straßenverkehrsteilnehmer. So müssen sich sowohl Pkw- als auch Lkw- und Busfahrer an die Gepflogenheiten der StVO halten, um kein Bußgeld für Verstöße zu kassieren.

Aber auch Motorradfahrer, Radler und Fußgänger müssen sich an das Verkehrsrecht halten, um keine Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog zu erhalten.

Die letzten großen und wesentlichen Änderungen am Bußgeldkatalog traten am 1. Mai 2014 in Kraft.

Zu diesem Zeitpunkt fand eine Anpassung vom Bußgeldkatalog an die Punkte in Flensburg statt. Der Punktekatalog dient ebenfalls der Sanktionierung von Verkehrsordnungswidrigkeiten.

Als größte und wesentlichste Neuerung zählt, dass Ordnungswidrigkeiten, die keinen Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben, keine Punkte mehr nach sich ziehen. Stattdessen sieht der Bußgeldkatalog allerdings höhere Bußgelder vor. Bei folgenden Ordnungswidrigkeiten wurde das Bußgeld daher erhöht:

  • Verstoß gegen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot: von 75 auf 120 Euro für Fahrer und von 380 auf 570 Euro für Halter
  • Verstoß gegen die Ferienreise-Verordnung: von 40 auf 60 Euro für Fahrer und von 100 auf 150 Euro für Halter
  • Verbotene Verkehrsteilnahme in Umweltzonen: von 40 auf 80 Euro
  • Fehlendes Kennzeichen: von 40 auf 60 Euro
  • Kennzeichen mit Glas, Folie etc. abgedeckt: von 50 auf 65 Euro
  • Verstoß gegen die Fahrtenbuchauflage: von 50 auf 100 Euro

Hängen Bußgeldkatalog und Punktesystem zusammen oder gibt es dennoch Unterschiede? Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Gibt es einen Unterschied zum Flensburger Punktekatalog?

Um Verkehrssünder für ihr ordnungswidriges Verhalten im Straßenverkehr zu sanktionieren, gibt es den Punktekatalog. Bis zum 1. Mai 2014 existierte noch das alte Punktesystem. Dieses sah vor, dass Verkehrssünder ab einer Eintragung von 18 Punkten im Fahreignungsregister mit einem Fahrerlaubnisentzug rechnen mussten.

Seit Mai 2014 führen bereits acht Punkte zum Entzug der Fahrerlaubnis. Die Ordnungswidrigkeiten werden dementsprechend mit weniger Punkten versehen als zuvor. Allerdings sieht der Bußgeldkatalog in diesem Fall ein höheres Bußgeld vor.

Wie viele Punkte Sie erwarten müssen, wenn Sie gegen das Verkehrsrecht verstoßen haben, hängt davon ab, wie schwer die Ordnungswidrigkeit war, die Sie begangen haben. Für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von maximal 30 km/h müssen Sie mit einem Punkt rechnen. Zudem folgt ein Bußgeld von bis zu 100 Euro gemäß Bußgeldkatalog.

Bei einem qualifizierten Rotlichtverstoß drohen zwei Punkte sowie ein Bußgeld von 200 Euro. Drei Punkte und ein Entzug der Fahrerlaubnis erwarten Sie, wenn Sie eine Trunkenheitsfahrt mit mehr als 1,09 Promille begehen.

Übrigens: Der Bußgeldkatalog ist nicht an den Punktekatalog geknüpft. Das bedeutet, dass ab einer bestimmten Bußgeldhöhe nicht automatisch ein Punkt in Flensburg vergeben wird. Die Punkte ergänzen den Bußgeldkatalog lediglich, sodass Verkehrssünder noch härter bestraft werden können.

Verwarngeld, Bußgeld und Fahrverbot: Wann droht was?

Punkterechner: In Flensburg werden die errechneten Punkte ins Fahreignungsregister eingetragen.

Punkterechner: In Flensburg werden die errechneten Punkte ins Fahreignungsregister eingetragen.

Haben Sie eine kleine Ordnungswidrigkeit begangen, sieht der Bußgeldkatalog dafür ein Verwarngeld vor. Dieses beträgt gemäß § 56 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) zwischen 5 und 55 Euro. Diese Sanktion droht beispielsweise bei einer kleinen Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Parkvergehen.

Sollten Sie einen erheblichen Verstoß gegen das Verkehrsrecht begangen haben, müssen Sie gemäß Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe der Geldbuße beträgt laut § 17 OWiG zwischen 5 und 1000 Euro, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt. Mit einem Bußgeld müssen Sie beispielsweise rechnen, wenn Sie ein Kind ohne Gurt oder Sicherung befördert haben.

Bei einer besonders schweren Ordnungswidrigkeit kann zusätzlich zum Bußgeld auch ein Fahrverbot gemäß Bußgeldkatalog drohen. Dieses beträgt zwischen einem und drei Monaten und muss mit Rechtskraft des Bußgeldbescheids zeitnah angetreten werden. Innerhalb dieser Zeit ist dem Verkehrssünder das Führen von Kraftfahrzeugen untersagt.

Ein Fahrverbot droht zum Beispiel, wenn Sie mit mehr als 0,5 Promille im Blut Auto gefahren sind. Auch eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann die Vergabe eines Fahrverbots rechtfertigen. Waren Sie innerorts mit mehr als 31 km/h unterwegs, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie um das Fahrverbot nicht herumkommen.

Entzug der Fahrerlaubnis

Die schlimmste Sanktion für einen Kfz-Fahrer ist der Entzug der Fahrerlaubnis. Dieser droht bei schweren Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Verkehrsrecht gemäß Bußgeldkatalog. Diese liegen beispielsweise vor, wenn Sie mit mehr als 0,3 Promille im Blut den Verkehr gefährdet haben. Auch bei einem Punktestand von acht Punkten in Flensburg droht der Fahrerlaubnisentzug.

Die Fahrerlaubnis muss für mindestens sechs Monate bei der zuständigen Behörde abgegeben werden. Innerhalb dieser Zeit dürfen Sie kein Kfz führen. Erst nach Ablauf der Monate kann die Fahrerlaubnis neu beantragt werden. Oftmals ist in diesem Zusammenhang allerdings eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) nötig, um die Fahreignung zu beweisen.

Wann droht ein Bußgeldbescheid?

Punkte: Der Katalog sieht bei einer hohen Geschwindigkeitsüberschreitung Punkte in Flensburg vor.

Punkte: Der Katalog sieht bei einer hohen Geschwindigkeitsüberschreitung Punkte in Flensburg vor.

Droht nach jeder Ordnungswidrigkeit ein Bußgeldbescheid? Sie müssen nicht grundsätzlich mit einem Bußgeldbescheid rechnen, wenn Sie gegen das Verkehrsrecht verstoßen haben.

Haben Sie beispielsweise das Parkticket um einige Minuten überzogen und ein Knöllchen auf der Windschutzscheibe, droht in der Regel bloß eine Verwarnung.

In diesem Fall müssen Sie mit einem Verwarngeld gemäß Bußgeldkatalog rechnen. Sobald die Ordnungswidrigkeit allerdings mit einem Bußgeld belegt ist, kann auch ein Bußgeldbescheid ins Haus flattern.

Dieser informiert Sie über die Tat, den Zeitpunkt und Ort sowie über das zu zahlende Bußgeld und ein eventuelles Fahrverbot von ein bis drei Monaten.

Das Bußgeld gemäß Bußgeldkatalog muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Schreibens an die zuständige Behörde überwiesen werden. Sie haben allerdings die Möglichkeit, einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen. Dies ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheids möglich.
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