Fahrverbot

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Das Fahrverbot im Verkehrsrecht

Bei einem Fahrverbot muss der Betroffene seinen Führerschein abgeben

Bei einem Fahrverbot muss der Betroffene seinen Führerschein abgeben

Fahrverbote werden verordnet, wenn Fahrer bestimmte Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) im Straßenverkehr in Deutschland begehen. Dem Fahrer drohen, je nach Bestimmung im Bußgeldkatalog 2017, in der Regel zwischen 1 und 3 Monate Fahrverbot. In dieser Zeit muss er den Führerschein abgeben.

Es gibt keine allgemeine Regelung, ab wie viel Punkten ein Fahrverbot verhängt wird. Ein Fahrer sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass Ordnungswidrigkeiten neben dem Bußgeld auch Auswirkungen auf den Führerschein oder die Fahrerlaubnis haben können.

Diese Vergehen führen beispielsweise zu 1 Monat Fahrverbot

  • Bei mehr als 100 km/h einen Abstand von weniger als 1/3 des halben Tachowertes einhalten
  • Eine rote Ampel überfahren und eine Gefährdung darstellen
  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts um 41 bis 60 km/h
  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts um 31 bis 50 km/h
Fahrverbote sollten ernst genommen werden, denn das Fahren trotz Fahrverbot ist in Deutschland eine Straftat und wird mit Haft- oder Geldstrafe geahndet.

Weiterführende Informationen zum Fahrverbot

Wann drohen 6 Monate Fahrverbot?

In Einzelfällen kann es tatsächlich 6 Monate Fahrverbot geben. Bei Straftaten im Straßenverkehr in Deutschland entscheidet das Gericht, ob die Entziehung der Fahrerlaubnis, eine Freiheitsstrafe, eine Geldstrafe oder ein Fahrverbot drohen. Nach Straftaten wie beispielsweise Fahrerflucht sind Auswirkungen auf den Führerschein also ungewiss.

Fahrverbot wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung

Geschwindigkeitsüberschreitungen können Fahrverbote nach sich ziehen, wenn eine bestimmte Grenze überschritten wird. Bei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts liegt diese bei 41 km/h. Das Fahrverbot dauert 1 Monat, sofern die Überschreitung nicht über 60 km/h liegt.

Ab 61 km/h zu schnell drohen 2 Monate Fahrverbot und bei über 70 km/h sind es 3 Monate. Innerorts ist die Bußgeldtabelle 2017 entsprechend strenger.
Das Fahrverbot aufgrund unangepasster Geschwindigkeit kann außer- und innerorts schon ab 26 km/h zu schnell verhängt werden, wenn der Täter zweimal im selben Jahr mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h auffällig wurde.

Nach Geschwindigkeitsüberschreitungen werden Punkte in Flensburg neben dem Fahrverbot grundsätzlich auch eingetragen.

Das Fahrverbot wegen Alkohol am Steuer

Das Fahrverbot wegen Alkohol am Steuer

Fahrverbot wegen Alkohol am Steuer

Das Führen eines Fahrzeuges unter Einfluss von Alkohol hat verheerende Auswirkungen. Es drohen nicht nur ein Fahrverbot, sondern auch Punkte und ein hoher Bußgeldbescheid. Das Fahrverbot bei Alkohol am Steuer beträgt 2 bis 3 Monate. Dasselbe gilt beim Autofahren unter Drogeneinfluss. Das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss kann sogar Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis haben.

Fahrverbot wegen Ordnungswidrigkeit an roter Ampel

Eine rote Ampel zu überfahren kann ein Fahrverbot, Punkte in Flensburg und ein hohes Bußgeld nach sich ziehen. War die Ampel bereits länger als 1 Sekunde rot, folgt definitiv 1 Monat Fahrverbot. Wurde die rote Ampel vorher überfahren, droht nur ein Fahrverbot bei gleichzeitiger Gefährdung oder Sachbeschädigung.

Das Fahrverbot umgehen

Für manche Autofahrer stellt das Fahrverbot eine nicht tragbare Strafe dar. Betroffene brauchen das Auto beispielsweise, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Für die Betroffenen ist es oft von Interesse, ob sie das Fahrverbot umwandeln, bzw. eine Geldstrafe zahlen statt das Fahrverbot antreten können. Bei dieser Frage kann ein Anwalt helfen. Die Kosten für den Rechtsanwalt sollten allerdings berücksichtigt werden, denn sie können hoch ausfallen. Er kann jedoch prüfen, ob sich das Fahrverbot abwenden lässt. Falls das Auto genau in der Zeitspanne dringend gebraucht wird, in der das Fahrverbot fällt, kann der Anwalt außerdem dabei helfen, das Fahrverbot zu verschieben.

Es herrscht der Irrglaube, dass der Betroffene das Fahrverbot aufteilen kann. Dies ist allerdings nicht möglich. Sich vom Fahrverbot “freikaufen” ist jedoch  möglich, sofern eine Geldstrafe als Ersatz verhandelt werden kann.

Das ärztliche Fahrverbot

Neben dem gewöhnlichen Fahrverbot kann auch ein ärztliches Fahrverbot verhängt werden. Stuft ein Arzt den Patienten als nicht fahrtauglich ein, kann beispielsweise wegen Epilepsie ein Fahrverbot angeordnet werden. Der Arzt muss dies vor der Fahrerlaubnisbehörde mit einem Gutachten untermauern. Ein Fahrverbot aufgrund Epilepsie kann zwischen 3 und 6 Monaten liegen.

Ein Fahrverbot nach einem Schlaganfall gilt, wenn der Fahrer seine Fahrunfähigkeit selbst einem Arzt oder der entsprechenden Behörde meldet.

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