Ärztliches Gutachten zur Fahreignung – Das sollten Sie wissen

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Was ist ein ärztliches Gutachten für den Führerschein?

Es droht die Entziehung vom Führerschein? Eine ärztliche Untersuchung kann Ihre Fahreignung beweisen.

Es droht die Entziehung vom Führerschein? Eine ärztliche Untersuchung kann Ihre Fahreignung beweisen.

Verschiedene Gründe können dafür sorgen, dass Ihre Fahrerlaubnis und damit auch Ihr Führerschein in Gefahr ist. Sollte die Fahrerlaubnisbehörde feststellen, dass die Verkehrssicherheit durch Sie eventuell gefährdet wird, kann ein ärztliches Gutachten vonnöten sein. Ein ärztliches Verkehrsgutachten – auch verkehrsmedizinisches oder fachärztliches Gutachten genannt – dient der Mobilitätssicherung bei verschiedenen Erkrankungen.

Aber nicht nur bei Krankheiten können ärztliche Gutachten für den Führerschein eingefordert werden, auch Drogen am Steuer oder Trunkenheit im Straßenverkehr sind Anlass für die Fahrerlaubnisbehörde, eine Untersuchung beim Arzt zu verlangen. Dabei wird die Fahrtauglichkeit genau überprüft.

Im folgenden Ratgeber widmen wir uns dem Thema ärztliche Untersuchung für den Führerschein und klären Fragen wie: Was kostet ein ärztliches Gutachten? Welche Untersuchungen oder Tests werden für ein fachärztliches Gutachten für den Führerschein gemacht?

Wann ist ein ärztliches Attest für den Führerschein erforderlich?

Ein ärztliches Gutachten für den Führerschein ist mit Kosten verbunden.

Ein ärztliches Gutachten für den Führerschein ist mit Kosten verbunden.

Die Fahrerlaubnis-Verordnung schreibt eine Untersuchung für bestimmte Anlässe vor. Beispielsweise können besondere Erkrankungen dazu führen, dass die Fahrsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Fahrerlaubnisbehörde (FeV) sieht dabei unter anderem bei folgenden Krankheiten ein verkehrsmedizinisches Gutachten vor, welches Kosten verursacht:

  • Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck, Herzrythmusstörungen etc.)
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson, Multiple Sklerose oder Epilepsie)
  • Diabetes
  • Psychosen (beispielsweise Demenz oder Schizophrenie)

Ein ärztliches Gutachten soll zeigen, ob bei Betroffenen die Fahreignung noch vorliegt. Der zuständige Arzt kann dabei entscheiden, ob die Eignung aktuell gewährleistet ist oder nicht. Auch eine eingeschränkte Fahreignung ist dabei denkbar. Bei der Untersuchung steht für den ärztlichen Gutachter Folgendes im Vordergrund:

  • Reaktionsfähigkeit
  • Gesundheitszustand
  • Bewegungsapparat
  • Sinnesfunktionen
  • Belastbarkeit
  • Psyche
  • Nervensystem

Zudem führt der Arzt ein kurzes Gespräch mit Ihnen, um sich über Ihr Wohlbefinden zu informieren. Sollte Ihr Führerschein eingezogen worden sein und der Arzt weist Ihre Fahreignung nach, kann das ärztliche Gutachten dazu führen, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis wiedererlangen.

Ärztliches Gutachten bei Drogen am Steuer

Die ärztliche Untersuchung für den Führerschein ist nötig, wenn die Fahreignung sichergestellt werden soll.

Die ärztliche Untersuchung für den Führerschein ist nötig, wenn die Fahreignung sichergestellt werden soll.

Das ärztliche Gutachten für den Führerschein ist weniger umfangreich als die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), kann allerdings auch bei Drogen oder Alkohol am Steuer vorgeschrieben werden. Außerdem kann bei Arzneimittelkonsum ein ärztliches Gutachten erforderlich werden, sofern Zweifel an der Fahreignung bestehen.

Neben den oben genannten Untersuchungspunkten, werden bei Drogen, Alkohol und Arzneimittelkonsum häufig auch folgende labormedizinischen Untersuchungen durchgeführt:

  • Haaranalyse
  • Urintest
  • Bluttest

Hier versucht der Arzt einer Begutachtungsstelle für Fahreignung herauszufinden, ob der Betroffene im Stande ist, am Straßenverkehr aktiv teilzunehmen, ohne eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darzustellen. Bei Verdacht auf regelmäßigen Drogenkonsum muss der Betroffene in der Regel, zusätzlich zur Untersuchung, innerhalb von drei Monaten zwei unauffällige Drogenscreenings vorlegen.

Erst wenn kein regelmäßiger Konsum von Alkohol oder Drogen festgestellt wird oder die Einnahme von Arzneimitteln nicht die Fahreignung gefährdet, ist eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis für das Auto möglich. Andernfalls kann dem Betroffenen empfohlen werden, eine MPU durchzuführen. Diese ist allerdings – anders als ein fachärztliches Gutachten – mit höheren Kosten sowie schwierigen MPU-Fragen verbunden.

Ärztliches Gutachten – Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Ärztliche Gutachten sind mit Kosten verbunden. Eine genaue Kalkulation dieser ist nicht möglich, da sie von Untersuchung zu Untersuchung unterschiedlich sein können. Generell sollten Sie aber für eine ärztliche Untersuchung für den Führerschein mit Kosten von mehreren hundert Euro rechnen.

Sollten Sie ein ärztliches Gutachten benötigen, erfragen Sie zunächst bei einem zuständigen Arzt oder dem TÜV die Kosten und vergleichen Sie, wenn möglich, die Preise auch mit anderen Ärzten. Eventuell wird ein Teil des Geldes auch von einem Kostenträger – wie der Versicherung – übernommen. Dies ist allerdings ebenfalls vom Einzelfall abhängig und muss individuell angefragt werden.

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