Autobatterie regenerieren und pflegen: Warum ist das wichtig?

Von Kai L.

Letzte Aktualisierung am: 2. Oktober 2023

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Autobatterie: Regenerieren und pflegen kann die Lebensdauer erhöhen.
Autobatterie: Regenerieren und Pflegen kann die Lebensdauer erhöhen.

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor: Sie möchten losfahren, doch Ihr Auto stottert lediglich und möchte partout nicht anspringen? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die Autobatterie leer. Pflege, Wartung und Regeneration können die Lebensdauer der Batterie verlängern.

Doch auf welche Weise können Sie Autobatterien regenerieren? Welche Maßnahmen müssen hierfür ergriffen werden? Und ist es zudem möglich, eine alte Autobatterie zu regenerieren? All das und vieles mehr erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

FAQ: Fragen und Antworten zum Thema „Autobatterie regenerieren“

Kann man eine Autobatterie regenerieren?

Es ist in vielen Fällen möglich, eine Autobatterie zu regenerieren. Natürlich unterscheiden sich die Batterie-Typen untereinander. Jeder braucht eine andere Pflege. Welche Batterie-Typen es zum Beispiel gibt, erfahren Sie hier.

Kann man eine tiefentladene Batterie noch retten?

Ja, in manchen Fällen ist es möglich, eine tiefentladene Autobatterie zu regenerieren. Funktioniert Ihre Batterie nicht mehr zuverlässig, sollten Sie nicht zögern, diese in der Werkstatt tauschen zu lassen. Denn neben Reifenpanne und Co. kann natürlich auch Ihre Autobatterie ausfallen und für Ärger sorgen.

Wie pflege ich meine Autobatterie?

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihre Autobatterie pflegen möchten, können Sie hier nachlesen.

EFB, AGM & Co: Autobatterie regenerieren lohnt sich

Lassen Sie uns zunächst einmal die verschiedenen Batterie-Typen durchgehen.

  • Blei-Akku: Hierbei handelt es sich um die Standard-Ausführung der Starterbatterie. Der Blei-Akku eignet sich nicht für Fahrzeuge, die lediglich über kurze Strecken (Start/Stopp) bewegt werden.
  • Blei-Gel-Akku: Die Weiterentwicklung des herkömmlichen Blei-Akkus hat zum einen den Vorteil, dass sie durch Neuerungen auslaufsicher ist. Doch auch diese Batterie ist nicht für Kurzstrecken geeignet.
  • EFB-Batterie (Enhanced Flooded Battery): Fahren Sie mit Ihrem Auto eher kürzere Strecken, ist eine EFB-Batterie eine gute Wahl. Die EFB-Batterie ist zudem leistungsfähiger als Blei-Akkus.
  • AGM-Batterie (absorbent glass mat): Die hochwertige AGM-Batterie eignet sich ebenfalls für Fahrzeuge, die häufig über kurze Strecken bewegt werden. Außerdem für diejenigen, die über eine Vielzahl an Verbrauchern verfügen.
  • Lithium-Batterie: Dieser recht kostspielige Batterie-Typ ist aufgrund seines geringen Gewichts häufig in Sportwagen zu finden.

Ganz gleich, welcher Batterie-Typ sich in Ihrem Fahrzeug befindet: Um die Lebensdauer zu verlängern, müssen Sie die Autobatterie regenerieren und pflegen.

Autobatterie regenerieren – Anleitung und Tipps für die Praxis

Ob Sie nun vom Typ AGM eine Batterie regenerieren wollen oder einen anderen der oben genannten Batterie-Typen: Es gibt einiges zu beachten.

Ladezustand im Blick behalten

Es lohnt sich, sich stets über den Ladezustand der Autobatterie auf dem Laufenden zu halten. Besonders dann, wenn das Auto über einen längeren Zeitraum nicht bewegt wird – etwa in den Wintermonaten –, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Autobatterie zum Regenerieren regelmäßig aufladen. Denn, was dringend zu vermeiden ist: eine tiefentladene Autobatterie. Regenerieren ist dennoch auch in diesem Fall noch möglich – zumindest manchmal. Besonders dann, wenn die Temperaturen niedrig sind oder häufig Kurzstrecken gefahren werden, wird die Autobatterie stark beansprucht. Regenerieren ist demnach in solchen Fällen, also zum Beispiel im Winter, umso wichtiger.

Was bedeutet es, wenn eine Autobatterie tiefentladen ist? Funktionieren Regenerieren und Pflegen in dem Fall dann auf dieselbe Weise und ist dies dann ebenso wirksam? Ist eine Autobatterie tiefentladen, bedeutet dies, dass sich die Batterie bis unter die Entladeschlussspannung entladen hat. Die Tiefentladung kann bei jeder Autobatterie eintreten. Das Regenerieren ist unter anderem aus diesem Grund wichtig. Ist eine Autobatterie tiefentladen, ist Regenerieren nicht immer möglich. In manchen Fällen kann die Batterie durch Aufladen gerettet werden – in anderen muss sie ausgetauscht werden.

Um die Autobatterie zu regenerieren ist ein Ladekabel zumeist ein Muss

Ist die Batterie leer, hilft manchmal nur noch überbrücken.
Ist die Batterie leer, hilft manchmal nur noch überbrücken.

Legen Sie bei Ihrer Autobatterie Wert auf Pflege, sollte ein Ladegerät vorhanden sein. Denn, wie weiter oben schon erwähnt, ist es besonders in den Wintermonaten oder allgemein in Zeiten, in denen das Auto über einen längeren Zeitraum steht, wichtig, den Ladezustand der Batterie regelmäßig zu kontrollieren. Für die Autobatteriepflege macht es Sinn, die Batterie etwa alle zwei Monate aufzuladen. Fahren Sie hierzu zum Beispiel längere Strecken. In der Regel stellen Sie unter anderem dadurch eine angemessene Pflege der Autobatterie sicher.

Sparsamkeit ist wichtig – aber nicht um jeden Preis

Es ist empfehlenswert, „Stromfresser“, die Sie nicht dringend benötigen, auszuschalten. Dazu zählt zum Beispiel die Sitzheizung. Verzichten Sie auf den Gebrauch von elektrischen Verbrauchern, können Sie Ihre Autobatterie schonen. Regenerieren, beziehungsweise die Pflege einer Autobatterie wird somit unterstützt, da diese nicht so stark belastet wird. Dennoch ist Sparsamkeit nicht alles. Wenn es um Verbraucher geht, die für mehr Sicherheit im Fahrzeug sorgen, sollten Sie nicht sparsam sein. Zu den Verbrauchern, die zur Fahrsicherheit beitragen, zählen unter anderem die unterschiedlichen Beleuchtungen, wie Nebelscheinwerfer und die herkömmliche Fahrzeugbeleuchtung.

Autobatterie regenerieren: Welche Fehler führen zur Entladung der Batterie?

Ob EFB-, Blei- oder AGM-Batterie: Regenerieren ist wichtig!
Ob EFB-, Blei- oder AGM-Batterie: Regenerieren ist wichtig!

Wenn Sie Ihre Autobatterie regelmäßig regenerieren, pflegen und warten, können Sie dadurch durchaus eine längere Lebensdauer der Autobatterie erreichen. Doch es gibt das ein oder andere, das die Entladung der Batterie begünstigen kann.

Vermeiden Sie diese Fehler, schonen Sie dadurch Ihre Autobatterie. Auf diese Weise können Sie verhindern, dass Sie innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes Ihre alte Batterie gegen eine neue tauschen müssen.

  • Ignorieren Sie erste Hinweise darauf, dass sich Ihre Autobatterie langsam entlädt, kann dies zur Folge haben, dass das Auto früher oder später nicht mehr anspringt. Ein Hinweis darauf kann zum Beispiel sein, dass Lichter flackern.
  • Auch, wenn Sie (versehentlich) das Licht Ihres Fahrzeugs nach dem Abstellen eingeschaltet lassen, kann sich die Batterie dadurch entladen.
  • Das dauerhafte Fahren von Kurzstrecken wirkt sich ebenfalls negativ auf den Ladezustand der Batterie aus. Diese wird nämlich bei längeren Fahrten auch durch die Lichtmaschine geladen. Fahren Sie also regelmäßig auch Langstrecken.

Beachten Sie diese Tipps, können Sie dadurch Batterien pflegen und so deren Lebensdauer erhöhen. Dennoch gilt: Auch eine Autobatterie, die Sie regenerieren, pflegen und warten, hält nicht ewig.

Im Video: Was kann eure Batterie zerstören?

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Über den Autor

Autor
Kai L.

Kai hat Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert und Erfahrung in verschiedenen Redaktionen gesammelt. Seit 2020 unterstützt er unser Team von bussgeldrechner.com. In seinen Ratgeber befasst er sich u. a. mit Verkehrsverstößen, den gesetzlichen Grundlagen und Tipps für Fahrrad- und Autofahrer.

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