Blitz-Marathon

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Der bundesweite 24h-Blitzermarathon

Der 24-Stunden-Blitz-Marathon ist eine bundesweite, polizeiliche Aktion, die einst ihre Ursache in der überhöhten Geschwindigkeit und dem hohen Unfallaufkommen hatte. Das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gerade in Gefahrensituationen gilt immer noch als eine der Hauptunfallursachen. Das Ursprungsbundesland des Blitzermarathons ist Nordrhein-Westfalen: Hier führte die Polizei am 10. Februar 2012 zum ersten Mal den Blitz-Marathon durch. Seit dem 10. Oktober 2013 führt die Polizei diese Aktion deutschlandweit in regelmäßigen Abständen durch.

Dabei greift die Polizei auf die gesamte Bandbreite ihrer Kapazität zurück und setzt uniformierte und zivile Radarfahrzeuge ein. Hinzu kommen stationäre Radaranlagen sowie eine Überwachung der Geschwindigkeit über das Anhalten der Fahrer. Die Laserpistolen sowie die Präsenz der Polizei an den Unfallschwerpunkten vervollkommnen das Leistungsaufgebot während eines Blitzermarathons.

Nordrhein-Westfalen und der erste Blitzermarathon 2012

n NRW fand 2012 der erste Blitz-Marathon statt
In NRW fand 2012 der erste Blitz-Marathon statt

Die Kampagne „”Brems Dich – rette Leben!“” in Nordrhein-Westfalen wurde aufgrund des erhöhten Aufkommens von Geschwindigkeitsunfällen im Jahr 2012 ins Leben gerufen und in diesem Zusammenhang auf landesweiter Ebene ein Blitzermarathon durchgeführt. Der Erfolg dieser Aktion sprach für sich und veranlasste zugleich den Innenminister Ralf Jäger dazu, eine zweite Aktion folgen zu lassen. Am 10. Oktober 2012 kam es zum dritten Blitzmarathon, dieser wurde dann länderübergreifend in Niedersachsen, in den Niederlanden sowie in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Der nächste Blitzmarathon folgte am 4. Juli 2013. Kurz vor der Aktion wurde die Beteiligung des Bundeslandes Bayern abgesagt. Als Grund gab man die damalige Hochwasserlage an. Am 10. Oktober 2013 war es dann so weit und der erste bundesweite Blitzermarathon wurde durchgeführt. Ein Jahr darauf, am 18. September 2014, folgte das zweite Blitzer-Event.

Die Folgen und Erfolge des Blitz-Marathons

Im Rahmen eines Blitzmarathons kontrollierte die Polizei Nordrhein-Westfalen insgesamt 456.000 Verkehrsteilnehmer und verzeichnete 17.169 Fahrer, die mit einer überhöhten Geschwindigkeit unterwegs waren. Infolgedessen kam es zu einer Auswertung der regionalen Polizeibehörden, die feststellten, dass die Fahrer auch zwischen den Blitzermarathons langsamer fuhren. In der Folge hatte sich das Verhältnis der enorm hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen erheblich nach unten korrigiert.

Kontroversen und Kritik am Blitz-Marathon

Im Gegenzug hält der Sprecher der Duisburger Verkehrsgesellschaft – Michael Schreckenberg – dieses Event für zwecklos. Er wirft den Organisatoren des Blitzermarathons vor, lediglich zeitweise eine Form von Folgsamkeit beim Fahrzeughalter anstelle ein wirkliches Umdenkens zu bewirken. Arnold Plickert,– der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, entgegnet diesem Argument, dass der Blitzermarathon vor allen Dingen die Gefahr überhöhter Geschwindigkeit und des Rasens vor Augen halten soll und das Bewusstsein für gefährliche Situationen im Straßenverkehr nochmals schärft. Er führt jedoch den Einwand aus, dass im Idealfall die Polizei bzw. die Stationen der Geschwindigkeitsüberprüfung über das ganze Jahr auf deutschen Straßen präsenter sein sollten.

Die Risiken überhöhter Geschwindigkeit

Das Bußgeld und die Strafe für Geschwindigkeitsüberschreitungen soll das Bewusstsein der Fahrzeughalter über die Gefahr und ihr eigenes, unbedachtes Verhalten schärfen. Noch immer passiert der Großteil der Unfälle auf deutschen Straßen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in gefährlichen Situationen. Nur wenige Kilometer pro Stunde zu viel reichen aus, um aus einem harmlosen Unfall, einen tödlichen Verkehrsunfall werden zu lassen. Steigen Sie nur dann ins Auto, wenn Sie frei von Stress, Druck und Eile sind. Das Ziel, nur wenige Minuten eher am gewünschten Zielort anzukommen, hat bereits zahlreichen Fahrern ihr Leben gekostet.

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