Letzte Aktualisierung am: 21. Oktober 2026
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Ist der Punktehandel legal oder illegal?

Einem Fahrverbot oder einem neuen Punkt im Punkteregister möchte jeder gerne entgehen. Doch wie schafft ein Verkehrssünder es, Punkte zu verkaufen? Es gibt verschiedene Anlaufstellen für Verkehrssünder, um die Punkte in Flensburg loszuwerden.Im Internet existierten lange Zeit verschiedene Agenturen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aus dem Punktehandel Profit zu schlagen. Da dies mittlerweile streng bestraft wird, agieren verbliebene Anbieter stark im Verborgenen.
Die meistgenutzte Art, die Punkte abzugeben, besteht darin, dass der Verkehrssünder die Zähler an seine Freunde oder Verwandte, die weniger oder gar keine Punkte besitzen, sozusagen überträgt.
Der Punktehandel in Flensburg läuft meistens so ab: Der Betroffene, der durch den Punkt eine Geldstrafe oder sogar ein Fahrverbot zu erwarten hätte, verkauft den Punkt. Er entgeht dadurch einem eventuellen Fahrverbot und einem übervollen Punktekonto. Beide Parteien des Handels müssen mit einer Strafe rechnen. Es kann sogar eine Freiheitsstrafe drohen.
Inhalt
FAQ: Fragen und Antworten zum Punkteverkauf
Nein, sowohl beim Punktekauf als auch beim -verkauf handelt es sich um eine Straftat.
Seit der Gesetzesänderung zum 1. Juli 2026 droht nach dem neuen § 23 StVG ein massives Bußgeld von bis zu 30.000 Euro. Zusätzlich kann ein Strafverfahren wegen falscher Verdächtigung (§ 164 StGB) eingeleitet werden, wodurch weiterhin eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren auf Sie zukommen kann.
Anstatt sich beim Punkteverkauf strafbar zu machen, sollten Sie darüber nachdenken, ein Seminar zum Punkteabbau zu besuchen. Dadurch können Sie normalerweise alle fünf Jahre einen Punkt abbauen.
Die Straftat Punkte verkaufen im Video
Wie läuft der Punktehandel ab?
Der Käufer erklärt sich dazu bereit, den Punkt auf sich zu nehmen, weil er durch ein leeres Punktekonto mit keinen Folgen rechnen müsste. Er bekommt dafür vom eigentlichen Verkehrssünder Geld. Dieser Betrag kann unter Umständen auch schon mal bei bis zu 1.000 Euro liegen.
Der Übeltäter sollte dem Strohmann ähnlich sehen und dasselbe Alter haben – falls ein Blitzerfoto vorliegt.
Gesteht der Strohmann und gibt er gegenüber der Polizei seine Tat schriftlich im Anhörungsbogen zu, übernimmt er somit die Punkte des eigentlichen Verkehrssünder.
Doch ist das Punkte verkaufen jetzt strafbar oder nicht?
Ja, Punkte zu übernehmen, ist strafbar. Nicht nur für den Verkäufer, der die Punkte loswerden will, sondern auch für den Strohmann, der die Schuld auf sich nimmt.
Für beide Parteien des Deals hat das rechtliche Folgen, die weitaus gravierender sind als das ursprüngliche Bußgeld oder Fahrverbot. Seit dem 1. Juli 2026 ist der Punktehandel nach § 23 StVG explizit verboten und wird für alle Beteiligten mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet. Zudem müssen Täter bei einer strafrechtlichen Verurteilung wegen falscher Verdächtigung (§ 164 StGB) mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.
Der Punktehandel wird sehr streng und mit Nachdruck von der Staatsanwaltschaft bestraft. Laut dem KBA ist das öffentliche Interesse hoch, Verkehrssünder in die Schranken zu weisen und die Bußgeldbescheide durchzusetzen. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass der eigentliche Täter beim Auffliegen des Schwindels belangt wird und die Punkte auf dessen Punktekonto landen.

In der Vergangenheit war es aufgrund kurzer Fristen oft schwer für die Behörden, einen Punktehandel aufzudecken. Seit dem 1. Juli 2026 hat sich dies jedoch geändert: Die Verfolgungsverjährung für typische Verkehrsverstöße wurde von drei auf sechs Monate verdoppelt. Die Behörden haben nun deutlich mehr Zeit für Ermittlungen. Gerade wenn ein Blitzerfoto als Beweis vorliegt, ist es durch den geringeren Zeitdruck sehr wahrscheinlich geworden, dass der Betrug beim Bildabgleich auffliegt.
Punkte zu verkaufen, damit zu handeln oder sie abzugeben, ist eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe belangt werden.
Der Punktehandel mag auf den ersten Blick vielleicht lukrativ erscheinen – Sie sollten aber die Finger davon lassen. Es ist nicht ratsam, in dieses Geschäft einzusteigen.
Führerschein-Punkte legal loswerden: So geht es
Punkte zu verkaufen ist eine heikle Angelegenheit und zudem illegal, doch es gibt legale Wege, die Punkte in Flensburg aus dem Fahreignungsregister zu streichen. Verkehrsstraftäter können an einem freiwilligen Punkteabbauseminar teilnehmen, wenn ihr Punktestand nicht mehr als fünf Punkte aufweist.
So können sie ein Fahrverbot umgehen, ohne sich strafbar zu machen.
Diese Seminare bestehen aus einem verkehrspädagogischen und einem verkehrspsychologischen Teil. Die Gesamtkosten dafür liegen mittlerweile in der Regel bei 550 bis 650 Euro, die aber definitiv besser investiert sind als in einen hochriskanten Punktehandel, bei dem Ihnen nun zehntausende Euro Strafe drohen.
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