Radaranlagen in Deutschland: So funktionieren die Blitzer

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Grüne Starenkästen zur Tempomessung

Radaranlagen setzt die Polizei ein, um Verkehrssünder zu fassen.

Radaranlagen setzt die Polizei ein, um Verkehrssünder zu fassen.

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sind gilt auf deutschen Straßen ein Tempolimit. Innerorts muss in der Regel 50 km/h schnell gefahren werden, sofern kein Verkehrsschild auf eine andere Geschwindigkeitsbeschränkung hinweist. Halten Sie sich nicht an das vorgeschriebene Tempo, müssen Sie mit Sanktionen rechnen.

Der Bußgeldkatalog sieht dann Sanktionen in Form eines Bußgeldes, eines Fahrverbots oder ggf. auch von Punkten in Flensburg vor. Um die Verstöße aufdecken zu können, setzt die Polizei auf Blitzer. Die bekanntesten sind die Radaranlagen, die in Form von grünen Starenkästen am Straßenrand stehen.

Aber wie funktionieren Radaranlagen? Wie setzt die Polizei mobile Radargeräte ein? Gibt es Radaranlagen, die ohne Blitz Temposünder messen können? Welche Messfehler weisen die Geräte auf? Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wie funktioniert ein mobiles oder stationäres Radargerät?

Einige der in Deutschland eingesetzten Radaranlagen werden vom Hersteller Jenoptik entwickelt und produziert. Dazu zählen beispielsweise der MULTANOVA 6F digital sowie der SpeedoPhot. Die genannten Radargeräte der Polizei sind vor allem für den mobilen Einsatz gedacht und können an einem beliebigen Standort aufgestellt werden.

Damit mobile und stationäre Radaranlagen die Geschwindigkeit eines vorbeifahrenden Fahrzeugs messen können, senden die Geräte elektromagnetische Signale aus. Diese werden von den Autos reflektiert und als Sekundärsignal zurück an die Radaranlagen geschickt. Aus diesem Signal können die Geräte durch die Weg-Zeit-Berechnung das Tempo ermitteln.

Der physikalische Effekt, der bei der Messung mit Radar genutzt wird, nennt sich Doppler-Effekt. Dieser beschreibt die zeitliche Stauchung oder Dehnung des elektromagnetischen Signals. Registriert das Messgerät eine Geschwindigkeitsüberschreitung, wird ein Fotoblitz ausgelöst und der Temposünder wird abgelichtet.

Gibt es Radargeräte ohne Blitz?

Neue Radargeräte können auch ohne sichtbaren Fotoblitz zum Einsatz kommen. Die sogenannten Infrarot-Blitzer werden vor allem in Tunneln eingesetzt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Autofahrer durch das Licht nicht geblendet werden und sich somit weiterhin auf den Verkehr konzentrieren können.

Der Lichtimpuls der Radaranlagen ist dabei allerdings nicht unsichtbar. Da das Licht im Infrarotbereich liegt, ist der Blitz für das menschliche Auge nahezu nicht zu sehen. Sollten Sie allerdings direkt in den Reflektor blicken, ist ein kurzes Aufleuchten durchaus zu erkennen.

Können bei der Messung mit Radar Messfehler entstehen?

Radargeräte der Polizei können mobil und stationär eingesetzt werden.

Radargeräte der Polizei können mobil und stationär eingesetzt werden.

Im Vergleich zu Lasergeschwindigkeitsmessgeräten und Blitzern sind die Radaranlagen besonders fehleranfällig. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Messgeräte in einem bestimmten Winkel zur Fahrbahn aufgestellt werden. Andernfalls kann es zu Messfehlern kommen.

Radaranlagen müssen regelmäßig geeicht und überprüft werden. Funktioniert die Technik einwandfrei, wird ein sogenannter Eichschein ausgestellt. Fehlt dieser, ist die Messung ebenfalls fehlerhaft. Im Falle eines Messfehlers kann ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid Sinn machen.

Dementsprechend können Sie Einspruch einlegen, wenn ein zweites Fahrzeug während der Messung mit Radar neben Ihnen gefahren und ggf. sogar auf dem Messfoto zu erkennen ist. Einen Einspruch können Sie innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Bußgeldbescheids bei der zuständigen Behörde einlegen.

Übrigens: Stationäre Radargeräte haben eine Toleranz von 3 km/h bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern. Darüber hinaus werden jeweils 3 % des Tempos abgezogen. Bei einer mobilen Radaranlage liegt der Prozentsatz wegen der hohen Fehlerquote bei 5 bis 10 %.
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