Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren: Kontrolle auf der Autobahn

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Zivile Messfahrzeuge auf der Autobahn

Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren: Die Polizei misst mobil auf der Autobahn.

Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren: Die Polizei misst mobil auf der Autobahn.

Eine besonders häufige Unfallursache sind Geschwindigkeitsüberschreitungen im Straßenverkehr. Eine nicht angepasste Geschwindigkeit kann schnell dafür sorgen, dass Sie die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren und mit einem anderen Kfz zusammenstoßen.

In diesem Fall können vor allem Blechschäden am Auto die Folge sein. Allerdings sind auch Personenschäden bei einem schweren Verkehrsunfall nicht auszuschließen. Ein zu hohes Tempo ist damit kein Kavaliersdelikt und wird von der Polizei strikt verfolgt. Dazu werden verschiedene Blitzer eingesetzt.

Zur Geschwindigkeitskontrolle dient u. a. die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren. Aber wie funktioniert sie? Können Messfehler dabei auftreten, die den Bußgeldbescheid automatisch ungültig machen? Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Wie funktioniert die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren?

Besonders auf der Autobahn wird die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren von der Polizei genutzt. Ein Vorteil davon ist, dass Blitzer-Apps die Geschwindigkeitsmessgeräte in den zivilen Autos der Polizeibeamten nicht anzeigen. Zudem fällt die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren nicht so schnell auf, da die Kameras sehr klein sind.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, die Geschwindigkeitsmessung durchzuführen. Zum einen wird eine Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h bestimmt, die auf das schnellere Fahrzeug übertragen wird. Außerdem ist die direkte Bestimmung der Geschwindigkeit des zu messenden Kfz denkbar.

Wichtig bei der ersten Variante ist in jedem Fall, dass der Abstand zwischen dem Messfahrzeug und dem zu messenden Kfz zum Beginn und zum Ende der Messung gleich ist. Der ProViDa-Modular 2000 zeichnet die Messstrecke vom Polizeiwagen auf und registriert außerdem die benötigte Zeit. Daraus ergibt sich dann die gefahrene Geschwindigkeit.

Bei der zweiten Methode wird am Fahrbahnrand eine bestimmte Strecke abgesteckt. Diese hat eine bestimmte Länge. Anhand der Zeit, die das zu messende Fahrzeug für die Durchfahrt der Messstrecke benötigt, kann die Polizei errechnen, ob das Kfz zu schnell unterwegs war.

Auf einem Bildschirm im zivilen Messfahrzeug wird der Polizei dann die gefahrene Strecke sowie die Zeit und die derzeit gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Bei Bedarf können die Beamten die Messung auf Video aufzeichnen, sodass dies als Beweismittel gegen den Temposünder verwendet werden kann.

Welche Messfehler treten bei der Tempokontrolle auf?

Für die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren kann eine Messstrecke von der Polizei festgelegt werden.

Für die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren kann eine Messstrecke von der Polizei festgelegt werden.

Auch bei der Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren ergeben sich wie bei Radaranlagen Messfehler, die die Messung ungültig machen können. Ein Messfehler liegt beispielsweise vor, wenn der Tacho des Messfahrzeugs nicht regelmäßig geeicht wurde. Nur so kann auch sichergestellt werden, dass die gemessene Geschwindigkeit korrekt ist. Wichtig ist zudem, dass bei der Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren ein gleichmäßiger Abstand zum zu messenden Fahrzeug eingehalten wird und die Dokumentation korrekt stattfindet. Dafür sollten sowohl die Messstrecke als auch die Werte auf dem Video fehlerfrei angegeben werden.

Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Besteht ein Messfehler, der Ihre Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren ungültig gemacht hat, hat dies nicht automatisch Auswirkungen auf Ihren Bußgeldbescheid. Betroffene haben allerdings die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen. Dazu sollte zudem eine entsprechende Begründung vorliegen. Im Zweifelsfall kann ein Anwalt für Verkehrsrecht dabei helfen.

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